Schlagwort-Archiv: dumme Werbung

Welches Auto lässt den Fahrer unbewegt stehen…?

Was ist das Wichtigste an einem Auto? Das Wichtigste ist, dass ein Auto uns bewegt. Ein Auto, das seine Insassen unbewegt lässt, ist entweder kaputt oder hat keinen Sprit im Tank. Und das Auto im Bilde ist ein Jaguar, der scheinbar mitten auf einer Straße parkt und offensichtlich durch die Polizei stillgelegt worden ist.

Wieso Spießer Alfons zu dieser Feststellung kommt, wollt Ihr wissen? Je nun: Beachtet bitte das Nummernschild! Glaubt jemand ernsthaft, dass man in Deutschland mit so einem Nummernschild an einem Kfz weit kommt…?

„Lässt niemanden unbewegt“, stimmt insofern, als dass der neue Jaguar E-Pace einen Ordnungshüter in Bewegung gesetzt hat.

Und nun stellt Euch mal vor, liebe Freunde der Werbung, Ihr geht in einen Automobilsalon von Jaguar und fragt den Verkäufer, was denn wohl das Besondere am Jaguar E-Pace ist. Und der Mann antwortet: „Lässt niemanden unbewegt.“ Frage: Würde dieses Argument Euch wirklich überzeugen…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 5. März 2018

Pharmakomisches: Fast wie ein bisschen schwanger

Werbung für Nahrungsergänzungsmittel ist genauso unnötig wie das Schlucken von Nahrungsergänzungsmitteln. Jedenfalls bei uns in Europa, denn was der Mensch hier mit normaler Nahrung aufnimmt, bedarf keiner pauschalen Ergänzung durch die Pharmaindustrie. Und genau das zeigt auch der Hersteller Pfizer an – jedenfalls indirekt.

Wir lesen, was die Protagonistin in einer Anzeige von Pfizer sagt, nämlich: „Für mich fast wie ein inneres Schutzschild.“ Und warum lächelt die Frau dabei? Sie sagt Lächerliches, nämlich dass es eben nur „fast“ ein „inneres Schutzschild“ ist. Und „fast“ bedeutet „beinahe“, was jeder, der beim Schießen fast in die Zwölf getroffen hat, bestätigen wird.

Spießer Alfons erinnert in diesem Zusammenhang an den berühmten Spruch aus dem Volksmund: „ein bisschen schwanger geht nicht“. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. Februar 2018

Echt fürs Klo: Toilettenreiniger von Moschino!

Die italienische Firma Moschine war dem Spießer bislang nur bekannt als Modemarke, die für Bekleidung, Accessoires und Düften für Damen und Herren stand, und zwar preislich ziemlich weit oben, wo das Taschengeld von Alfons nicht hinreicht.

Nun ist bei Moschino eine Diversifikation im Warensortiment erfolgt: Mit „Fresh“ präsentiert die Disignerfirma ein Produkt für die Toilette, und zwar einen Schaumreiniger – siehe die Abbildung!

Moschino „Fresh“, das Eau de Toilette,  gibt es in verschiedenen Ausführungen und Preisen – siehe Suchresultat bei Google! Die Preise beginnen demnach bei 24.95 € und enden bei 70,45 € – pro Sprühflasche und mit weitaus weniger Inhalt als bei den vergleichbaren Reinigern von Henkel und Procter & Gamble.

Ja, liebe Lesergemeinde, nun wissen Sie, wie die großen Ärsche Reichen dieser Welt ihr Klosett reinigen bzw. reinigen lassen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 19. Februar 2018

Veltins: Wie frisches Obst aus der Dose

Werft doch mal einen Blick auf die nachstehende Veltins-Anzeige und denkt darüber nach, warum die Brauerei dafür Geld ausgegeben hat für die Gestaltung und Schaltung! In den Augen von Spießer Alfons ist diese Bieranzeige echt abgestanden und flüssiger als Wasser, nämlich überflüssig.

„Gebraut mit purer Leidenschaft“, steht in versalen Lettern oben drüber. Und unten drunter lesen wir: „Pure Leidenschaft. Frisches Veltins“.

Frisches Bier in der Flasche. Das ist wie frisches Obst in der Dose. Und was soll der Konsument mit dem Hinweis auf „pure Leidenschaft“ fühlen? Spießer Alfons fühlt, dass diese Werbung pure Leiden schafft. Weil die Annonce ohne Leidenschaft kreiert konstruiert worden ist.

Fazit: Diese Werbung ist keine Werbung sondern vermutlich das Werk eines Schulpraktikanten, der in der Werbeagentur gewerkelt hat. Und der selber lieber Cola trinkt. Und der Text stammt wahrscheinlich von einem Braumeister der Brauerei Veltins.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 13. Februar 2018

Es darf gelach(s)t werden, lieber Anzeigenleser!

Der Spießer sah eine Anzeige für Reisen nach Norwegen. Jedenfalls glaubte Alfons, so eine Anzeige zu sehen. Denn unter der Headline „Die Lebensbedingungen in Norwegen sind perfekt“ sah der Spießer vier Menschen im Werbebilde, die ein kühles Bad in einem Gewässer nehmen – siehe die Abbildung!

Dann las Alfons das Kleingedruckte und erfuhr: Die perfekten Lebensbedingungen in Norwegen gelten für Lachs. Und im Kleinstgedruckten wird der Leser informiert, dass Norwegen ein „ungastlicher Ort“ ist. Und der Textdichter erkundigt sich beim Anzeigenleser: „Warum haben sich Menschen an diesem ungastlichen Ort niedergelassen?“ und gibt selber die Antwort: „Weil es die perfekte Umgebung für Fisch ist.“

Fazit: Die vier Menschen im Gewässer von Norwegen sind Fischer, die gerade dabei sind, ein paar Lachse zu fischen oder was…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 9. Januar 2018

Trinken die Protagonisten in der Geldermann-Werbung lieber Rotwein statt Sekt…?

Im Bilde einer Geldermann-Anzeige sehen wir eine Flasche Sekt und zwei Gläser. Das hat der Fotograf scharf ins Bild gebracht. Die Konsumenten hingegen, eine Dame und zwei Herren, die verschwimmen unterbelichtet im Hintergrund. Warum…?

Hat der Fotograf bei seiner Arbeit vielleicht zuviel Geldermann getrunken? Richtig ist: Wenn man sich das Foto ganz genau anschaut, dann erkennt man: Beide Männer halten in ihren Händen ein Glas mit einer dunklen Flüssigkeit, die an Rotwein denken lässt statt an Sekt. Kein Wunder, dass die Sektkellerei das nicht so präsent im Werbebild haben wollte!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 5. Januar 2018

Clinique: Spachtelmasse speziell für Frauen

Spachtelmasse bekommt man in Bau- und Heimwerkermärkten. Diese Produkte werden vorwiegend von Männern gekauft, die damit Wände, Möbel und Autos spachteln. Herkömmliche Spachtelmasse bekommt man überwiegend nur in Weiss, aber sie ist überstreichbar. So weit, so gut.

Und nun gibt es auch Spachtelmasse speziell für Frauen. Die können Evas Töchter allerdings nicht preisgünstig in Bau- und Heimwerkermärkten erwerben, sondern teuer in Parfümerien. Der Hersteller ist ein Wettbewerber von Molto, nämlich Clinique. Und die Firma empfiehlt ihre Spachtelmasse nicht für Wände, Möbel oder Autos sondern fürs Gesicht von Frauen – siehe die Abbildung!

„Natürlicher Glow. Ebenmäßiger Teint.“ Das verspricht Clinique den Käuferinnen und zeigt die verschiedenen Farbtöne, mit denen Frauen sich ihr Antlitz spachteln modellieren können. Beratung und eine „10-Tage-Probe gratis“ erhalten die Damen „an Ihrem nächsten Clinique-Counter“. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. November 2017

Wenn wir Champagner im Fluge trinken wollen, sollen wir einen Flug buchen

Spießer Alfons geht gern und gut essen und trinken, und zwar in vielen unterschiedlichen Restaurants. Darum fühlte der Spießer sich angesprochen von der Aufforderung ohne Aufforderungszeichen und also lautend: „Verwöhnen Sie Ihren Gaumen“ – siehe die Abbildung!

Im Kleingedruckten erfährt der Leser, dass er zum Verwöhnen seines Gaumens einen Flug mit der Aeroflot buchen muss, die nach eigener Werbung Gold in der Kategorie „Champagner auf internationalen Flügen***“ gewonnen hat. Und zu den drei Sternchen erfährt der Anzeigenleser: „***als Teil des internationalen 2017er’Wines on the wing‘-Weinvergleichs bei Airlines“.

Ob die Aeroflot auch Krim-Sekt an Bord hat, erfahren wir aus der Annonce nicht.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. November 2017

Dallmayr: Warum Capsa nicht Nutella ist

Ist es nicht immer wieder schön zu erleben, wie informativ und spannend unsere Werbung ist?! Zum Beispiel der Hinweis: „Ich bin Capsa“. Und diese Aussage ist sogar wahr, denn auf der Packung steht tatsächlich Capsa und nicht Nutellla.

Aus alter Reklamezeit haben wir es noch in Erinnerung: „Nur wo Nutella draufsteht, ist auch Nutellla drin.“ Und das gilt synonym auch für Capsa. Und damit ist eigentlich alles gesagt, um den Konsumenten restlos zu überzeugen.

Natürlich hätte man auch mit dem Namen Dallmayr werben können, der einen guten Ruf hat. Zum Beispiel mit der Headline: „Mein Name ist Capsa. Capsa von Dallmayr.“ Aber darauf muss ein Werber ja erst mal kommen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. November 2017

Bei Volkswagen hat man sich schon wieder verrechnet

Müssen Werbetexter nicht nur gut mit Worten, sondern auch mit Zahlen umgehen können? Spießer Alfons meint, dass Werbebotschaften sich nur auszahlen, wenn nicht allein die Worte stimmen, sondern auch die Zahlen. Und daran hapert es in der Werbung für Volkswagen, wo der Texter sich echt verrechnet hat.

Der Textdichter schreibt unter den neuen Tiguan Allspace: „Mit bis zu 7 Sitzen.“ Doch in der Headline finden wir die Aufzählung: „Für Kind, Kind, Kind, Kind, Kind und Kegel.“ Das ergibt 6 (sechs) Kinder, von denen eines unehelich ist. Und wenn Mutter und Vater, die neben dem Auto stehen, auch mitfahren möchten, dann sind es nach Adam Riese acht Personen für ein Auto „mit bis zu 7 Sitzen.“

Ja, bei VW verrechnet man sich offenbar häufiger mal. Zuerst die Sache mit den Abgaswerten, und nun der Unfall mit den falsch berechneten Sitzen. Oder versteht man unter „Allspace“, dass das uneheliche Kind womöglich im Kofferraum des Tiguan mitfahren soll…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 21. November 2017